Archive for April, 2012

April 9, 2012

Von der Freude, schöner Götterfunken

Die Freude ist das immerwährende Band, welches uns von Augenblick zu Augenblick trägt. Seine Wahrhaftigkeit erscheint uns oft verschleiert und ungewiss und doch trägt es uns irgendwo unter unseren Menschenfüßen, wie eine unsichtbare Brücke. Sie hat verschiedene Formen und Farben und in ihrer letzten Instanz nennen sie manche die Hoffnung. Und diese trägt uns wieder zurück zu ihrem Ursprung. Dieser Weg ist die immerwährende Vorfreude auf das, was garantiert immer wieder vor uns liegen wird und darauf wartet, immer wieder aufs Neue entdeckt zu werden. Es ist die Freude, die uns mit ihrer Vorfreude erwartet. Es ist die Rückverbindung zu dem Teil, den wir verloren glaubten. Und dort am Ende dieser Brücke, auf fruchtbarem Boden, den Du sehen, riechen, schmecken und fühlen kannst, wartet sie auf Dich. Sie schenkt Dir den ersten Sonnenstrahl nach einer langen Reise. Sie wärmt Dein Herz und liest Dir von den Lippen und dann spielt sie ihre Lieder in Deiner Seele. Damit Gott sich am strahlenden Gesichte des Menschen Antlitz erfreuen kann. Und als allumfassendes Sein wartet er, wartest Du darauf, Dein Lächeln durch seine und durch ihre Augen zu sehen.

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April 4, 2012

Beinhalten

Ich trage das Nachdenken, schreite durch die Stille. Der Ort, von dem aus sich alles auszuformen beginnt. Der luftleere Raum, eine schalldichte Kabine. Obwohl jede Beschreibung dieses Ortes dem Tatsächlichen nicht mal ansatzweise gerecht würde. Von dort aus, in der Stille des Seins, sprießen die Samen der Ideen, dort wächst der Geist aus der Seele heraus und lässt seine Pranken einen Weg in unsere Welt bahnen. Weil die Seele so leise ist, sie ist nicht einmal ein Flüstern. Sie ist kein Wort und kein Gedanke und nichts, was ich mit Worten festhalten könnte. Deshalb ist sie so schwer ausfindig zu machen. Nicht in den Worten hält sie sich auf, eher liegt sie zwischen den Zeilen verborgen. Geborgen. Ein Ort an dem jede Bewegung, jede Absicht und jede Regung mit Gleichmut nur erlebbar wird. Und Du, Besucher, so Du hier eintrittst, lege all Dein Gepäck ab. Lass mich Dir ein Deinen Rucksack abnehmen.