Archive for September, 2009

September 16, 2009

Schwarzes Weiß

Ich falle
Kein Hall am nackten Boden
Ich rutsche
Etwas hat an mir gezogen
Ich klettere
Bin ich denn schon wieder oben

Halt ein, vor lauter Ungestüm
Es ist des Nichtens Kälte Scherz
Ein letztes mal geht´s himmelwärts
Dann hat´s mich hier, im Ungetüm

Ausgespeit erlagen wir
Augenblinzelnd sehen wir
Hauchzart liegst du neben mir
In deinem Rachen, ich in dir

Sag wo kommt all die Schönheit her
Dies Seltenreich, dem Himmel näher
Ein Buch wie 1000 Seiten leer
Ich glaub es ist schon ewig her

Advertisements
September 16, 2009

Kra Kra

Anfangs nur allmählich der Gesang in mein Bewußtsein sich drängend, drückt er sich nun in mich, wie ein Schwert dessen Klinge wie in Zeitlupe in mich fährt. Worte tropfen durch mich hindurch. Zungen nagen an den Knochen. Ich bin erschlagen von den Hüllen, aus denen Stimmen zu mir drängen, in denen Unsagbare Dinge sich beengen. Lippen, aus denen Feuerbälle quellen. Münder, die wie wütende Hunde bellen, wirre Gedanken, die in der Luft zerschellen, farblose Partikel, die in meine Lunge schnellen. Mache sie bekannt mit dem Zähneknirschen. Schmecken fad und schmecken bitter. Halte dem Gedröhne stand, dem eiligen Phrasengewitter. Ach, wie hässlich können Töne sein, bleibt übrig nur der seelenlose Schrein. Das unbewusste Zagen. Unermüdliches Ertragen. Übrigbleibsel des Menschen Willen, aufgepickt von Rabenschnabeln.